Mittwoch, 22. April

FREIRĂ„UME

Mitten in der Woche einmal durchatmen. Mitten am Tag ein Moment Stille. Ein Freiraum - für mich und für Gott.

Das ist die Idee hinter unserer Andachtsreihe "Freiraum am Mittag". Ehrenamtliche gestalten diese kleine stille Andacht jeden Mittwoch um 12 Uhr in der Petrikirche. Die heutige Andacht wurde gestaltet von Veronika Deneke.

Auch diese Andacht kann - wie alles andere - zur Zeit nicht in der Kirche stattfinden. Wir laden Sie ein, sie für sich zu feiern, allein oder mit den Menschen in Ihrer Hausgemeinschaft!

Eine Vorbemerkung: In dieser Andacht verlinken wir auf einige bei Youtube hochgeladene Lieder. Dort wird z.T. Werbung angezeigt, auf die wir leider keinen Einfluss haben. Wir bitten diese zu ignorieren.

Vorbereitung

Suchen Sie sich einen Platz, an dem Sie möglichst ungestört sind.

Heute würde es gut passen, für die Andacht leuchtende Blumen - wenn Sie welche zur Hand haben - zu Kerze und Kreuz zu stellen. Denn wir befinden uns mitten in der Osterzeit !

Fotos: Dieter Schwandt

FREIRAUM AM MITTAG

Glockenläuten

Mittags um 12 Uhr läuten die Glocken.
Lassen Sie für sich die Glocken der Petrikirche läuten.

Osterruf

Der Herr ist auferstanden, 

er ist wahrhaftig auferstanden!

Musik zur Einstimmung

Unser Kantor Dietmar Zeretzke spielt für uns an der Orgel der Petrikirche den Oster-Choral Christ ist erstanden.

Wochenspruch

Gelobt sei Gott, der Vater unseres Herrn Jesus Christus, der uns nach seiner großen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten.

(1.Petrus 1,3)

Dieser Text gehört zum 1. Sonntag nach Ostern, "Quasimodogeniti", wie er genannt wird, "Wie die neugeborenen Kindlein".

Der Name dieses Sonntags allein löst bei mir schon Freude und ein Lächeln aus...

Was bedeutet er für uns - Sie, euch, für jeden ganz persönlich? Wie fühlt sich das an, "neugeboren sein" - und: Sind wir das denn? Seit wann?

- Stille -

Lied EG 200: Ich bin getauft auf deinen Namen

Lesen Sie, hören Sie oder singen Sie gerne mit!

1. Ich bin getauft auf deinen Namen,
Gott Vater, Sohn und Heilger Geist;
ich bin gezählt zu deinem Samen,
zum Volk, das dir geheiligt heißt.
Ich bin in Christus eingesenkt,
ich bin mit seinem Geist beschenkt.

2. Du hast zu deinem Kind und Erben,
mein lieber Vater, mich erklärt;
du hast die Frucht von deinem Sterben,
mein treuer Heiland, mir gewährt;
du willst in aller Not und Pein,
o guter Geist, mein Tröster sein.

4. Mein treuer Gott, auf deiner Seite
bleibt dieser Bund wohl feste stehn;
wenn aber ich ihn überschreite,
so lass mich nicht verloren gehn;
nimm mich, dein Kind, zu Gnaden an,
wenn ich hab einen Fall getan.

5. Ich gebe dir, mein Gott, aufs Neue
Leib, Seel und Herz zum Opfer hin;
erwecke mich zu neuer Treue
und nimm Besitz von meinem Sinn.
Es sei in mir kein Tropfen Blut,
der nicht, Herr, deinen Willen tut.

Text: Johann Jakob Rambach 1735
Melodie: O dass ich tausend Zungen hätte (Nr. 330)

Getauft und neugeboren

Ja, die neugeborenen Kindlein, sie werden (meist) getauft, und mit ihrer Taufe nimmt Jesus Christus sie auf, in seine Hände, nun gehören sie ihm als die Seinen an. Auch wir Erwachsene sind als Getaufte so Jesu "Angehörende" geworden, Schwestern und Brüder.

Vor Karfreitag, vor dem Ostergeschehen, in seinen Abschiedsreden, sagt Jesus zu seinen Jüngern:

"Ich bin der gute Hirte. Der gute Hirte lässt sein Leben für die Schafe." (Joh.10,11)

"Meine Schafe hören meine Stimme, und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen." (Joh.10,27-28)

- Stille -

Gottes Kinder

Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein ! (Jesaja 43,1)

Der heutige neutestamentliche Text zur Tageslosung:

Ihr seid alle durch den Glauben Gottes Kinder.
(Galater 3,26)

Lied EG 100: Wir wollen alle fröhlich sein

Orgel: Dietmar Zeretzke

1. Wir wollen alle fröhlich sein
in dieser österlichen Zeit;
denn unser Heil hat Gott bereit’.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,
gelobt sei Christus, Marien Sohn.

2. Es ist erstanden Jesus Christ,
der an dem Kreuz gestorben ist,
dem sei Lob, Ehr zu aller Frist.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,
gelobt sei Christus, Marien Sohn.

3. Er hat zerstört der Höllen Pfort,
die Seinen all herausgeführt
und uns erlöst vom ewgen Tod.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,
gelobt sei Christus, Marien Sohn.

4. Es singt der ganze Erdenkreis
dem Gottessohne Lob und Preis,
der uns erkauft das Paradeis.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,
gelobt sei Christus, Marien Sohn.

5. Des freu sich alle Christenheit
und lobe die Dreifaltigkeit
von nun an bis in Ewigkeit.
Halleluja, Halleluja, Halleluja, Halleluja,
gelobt sei Christus, Marien Sohn.

Text: Str. 1 Medingen um 1380; Str. 2-5 bei Cyriakus Spangenberg 1568 nach »Resurrexit Dominus« 14. Jh.
Melodie: Hohenfurt 1410, Böhmische Brüder 1544, Wittenberg 1573

Gebet

Beten Sie gerne frei für sich und bringen Sie das vor Gott, was Ihnen wichtig ist. Hier ein paar Anregungen:

Wofür möchten Sie Gott danken?

Was möchten Sie ihn bitten?

Für wen möchten Sie ihn bitten?

Wofür möchten Sie ihn loben?

Vater unser

Vater unser im Himmel.
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unsern Schuldigem.
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit.
Amen.

Sendungswort

Christus spricht:

"Ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlüssel des Todes und der Hölle."

(Offenbarung 1,18)

Segen

Es segne uns der gnädige und barmherzige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Nachspiel EG 333: Danket dem Herrn

Hören Sie zu - oder singen Sie mit!

1. Danket dem Herrn!
Wir danken dem Herrn,
denn er ist freundlich,
und seine Güte währet ewiglich,
sie währet ewiglich,
sie währet ewiglich!

2. Lobet den Herrn!
Ja, lobe den Herrn
auch meine Seele;
vergiss es nie, was er dir Guts getan,
was er dir Guts getan,
was er dir Guts getan!

3. Sein ist die Macht!
Allmächtig ist Gott;
sein Tun ist weise,
und seine Huld ist jeden Morgen neu,
ist jeden Morgen neu,
ist jeden Morgen neu!

Text: Karl Friedrich Wilhelm Herrosee vor 1810
Melodie und Satz: Karl Friedrich Schulz 1810